Jupfi- und Pfadi-Pfingstlager in Wiesenbach
Erstellt am 02.06.2026
Am Freitag war es endlich so weit: Die Pfadi- und Jupfistufe unseres Stammes machte sich gemeinsam auf den Weg ins Pfingstlager nach Heidelberg. Während drei der Leiter mit dem Bonibus vorausfuhren und nach entspannten und klimatisierten 2,5 Stunden am Zeltplatz ankamen, durften sich die Grüpplinge intensiv mit einigen Hauptbahnhöfen deutscher Großstädte auseinandersetzen. Dank Verspätungen und verpasster Anschlüsse bekamen sie die einmalige Gelegenheit, besagte Bahnhöfe bis ins kleinste Detail zu studieren und so ihren Horizont erheblich zu erweitern (#DBakel). Nach sechs Stunden kamen schließlich auch sie am Zeltplatz an und konnten sich über bereits aufgebaute Zelte und Hotdogs freuen.
Am nächsten Tag ging es nach Heidelberg, wo wir im Heidelberger Schloss erfolgreich einen Mordfall lösen konnten. Nach einem gemeinsamen Picknick erkundeten wir die Stadt auf eigene Faust und führten nebenbei wichtige Studien zur Größe und maximalen Auslastbarkeit von Überlandbussen durch.
Am Abend gab es Pizza. Aufgrund eines kleinen Malheurs beim Verhältnis von Mehl und Wasser verfügten wir allerdings am Ende über sehr viel Pizzateig. Sehr viel. Überaus viel. Zum Ausrollen wurde außerdem stets mehr Mehl benötigt, damit die Pizza auch zuverlässig vom Teller flutschen konnte. In perfektionierter Akkordarbeit — mit noch mehr Mehl — backte unser lieber Cozze Pizza um Pizza durch. Als unsere Bäuche längst mehr als voll waren, mussten wir feststellen, dass sich die Teigmenge offenbar nicht verringerte, sondern eher noch zu vermehren schien. Zeitweise bestand ernsthafte Sorge, der Teig könnte bis zum nächsten Morgen die Weltherrschaft an sich reißen. Glücklicherweise blieb uns dieses Schicksal erspart.
Am Sonntag fuhren wir gemeinsam ins Erlebnisbad, rutschten unzählige Wasserrutschen hinunter und hatten außerdem große Freude daran, die Internetrezensionen des Wasserrutschenherstellers zu studieren. Nach einem auspowernden Tag kehrten wir müde und zufrieden ins Lager zurück — und durften uns über … Pizza freuen! Nachdem wir vorsichtshalber noch mehr Mehl hinzugefügt hatten, genossen wir erneut Cozzes Massenproduktion. Dabei stellten wir allerdings auch fest, dass es tatsächlich möglich ist, zu viel Mehl zu benutzen. (Spoiler für alle, die das ausprobieren wollen: Irgendwann fängt es an zu brennen.)
Am nächsten Tag war unser Lager leider auch schon wieder zu Ende. Wie das alkoholfreie Orakel-Radler vorausgesagt hatte, konnten wir zwar nicht die ursprünglich geplante Zugverbindung nehmen, kamen aber trotzdem pünktlich in Marburg an.
Wir hatten ein wundervolles Lager voller Spaß, Mehl und Leiter-Mate und freuen uns schon auf das Sommerlager, in dem wir sicher nicht vergessen werden, dass das Leben einfach besser ist mit mehr Mehl.