Der Stamm im Tal der Brex
Erstellt am 23.08.2026
Es war Mal vor lang Zeit. Da gab es ein Stamm, der wir sind. Wir lebt in Burg mit M an der Lahn. Dann spuckt ein Berg Rauch und heiß Stein. Das war schlecht. Der Stamm musst weg. Der Weg ist lang, auf zum Tal der Brex. Viel Test gab es auf dem Weg. Die Reis‘ ging los. Erst braucht es Zeug zum Werk und für die Jagd. Wir baut Speer, Pfeil und Axt aus Stein und Holz. Der Bauch ist leer, wir hol‘n viel Brot, Käs‘ und Schmalz. Gab Rohr aus Teig mit Soß, nass Keks, Spätz‘ mit Käs‘ , Ball von Erd‘ mit Dip. Das war gut. Bauch ist voll es geht los. Der Stamm lief zum alt Turm und fand Lot. Dann ging es zum Fluss. Der Stamm baut Brück‘ um zu komm‘n an zweit Bank von Fluss. Es war heiß, gelb Ball im All brennt.
Wir dusch mit viel Glanz. Am End‘ vom Tag wir schlief in Netz, das wir baut. Als gelb Ball kam hoch wir lief‘ durch Wald zum Bad. Wir schwamm bis nass von hoch ob. Nun nachts wir schlief in Hütt‘, die wir baut. Wir lernt von Berg spuckt Rauch und heiß Stein in Haus voll alt Ding. Nun wir ging zu neu Fluss und nahm Boot. Das war hart, weil noch zu weit groß brumm brumm fuhr uns ein Stück. Wir trank viel nass und sahn Peng mit bunt auf Feld. Die Nacht wir schlief in Höhl. Nun wir fast schon da! Ju Hu! Wir sang ein Lied vor Freud‘ am heiß Holz. Wir zum Schluss da! Und bau‘n viel Zelt auf und hab‘n nun neu Platz zum Wohn. Wir mal‘n auf Stoff und es gibt viel Spiel. Wir Stopp lauf und mach viel ruh. Schön, dass wir all hier sind! Gut Pfad!
Noch Fragen? Für alle, die die hohe Kunst der Neandertaler-Poesie noch nicht vollständig beherrschen, folgt hier die Übersetzung:
Vor langer, langer Zeit lebte unser Stamm friedlich in Marburg an der Lahn. Doch dann geschah das Unvorstellbare: Ein gewaltiger Vulkanausbruch zwang uns, unsere Heimat zu verlassen und uns auf die Suche nach einem neuen Lagerplatz zu machen. Unsere Reise führte uns schließlich ins Brexbachtal, wo zahlreiche Herausforderungen auf uns warteten. Zunächst mussten wir uns mit den wichtigsten Werkzeugen der Steinzeit ausstatten. Es wurden Speere, Pfeil und Bogen gebaut und Äxte gefertigt. Natürlich durfte auch die Nahrungssuche nicht fehlen. Dabei entdeckten wir wahre Delikatessen der Steinzeit: Nudeln mit Soße, Kekse vom Lagerfeuer, Käsespätzle sowie KartoUeln mit Kräuterquark. Gut gestärkt erkundeten wir die Umgebung, entdeckten den alten Römerturm und bewiesen beim großen Geländespiel Teamgeist, indem wir Brücken über die Brex bauten und gemeinsam kniUlige Aufgaben meisterten. Das Wetter meinte es fast durchgehend gut mit uns – so gut, dass sich der Inhalt der ein oder anderen Trinkflasche ganz zufällig über ahnungslose Stammesmitglieder ergoss. Anschließend ging es selbstverständlich unter die Dusche – stilecht mit reichlich Glitzer, denn echte Neandertaler legen bekanntlich großen Wert auf Hautpflege.
Nebenbei entstand ein riesiges Netz, in dem die Pfadi-Mädchen sogar übernachteten, und die Jupfis gestalteten eigene Banner. An einem besonders heißen Tag zog es uns ins Freibad, wo wir so lange planschten, bis das Wasser plötzlich auch von oben kam.Währenddessen besuchte eine andere Gruppe unseres Stammes eine steinzeitliche Ausgrabungsstätte und lernte viel Neues dazu.
Während der Stufen-Hikes bewiesen die Jupfis große Ausdauer, schleppten tapfer ihr Gepäck und übernachteten in Kröten im Pfarrgarten. Die Pfadis entschieden sich für einen Kanu-Hike und verzichteten mutig komplett auf Zelte – das Wetterglück gehört eben den Waghalsigen. Die Rover wiederum errichteten auf dem Lagerplatz ihre ganz eigene kleine Höhle.
Zu den schönsten Momenten gehörten die gemeinsamen Abende am Lagerfeuer mit Liedern, guten Gesprächen und jeder Menge Gelächter. Auch das entspannte Herumliegen in der Sonne und der dieses Jahr überraschend beliebte Spüldienst werden uns wohl in Erinnerung bleiben. Gespielt wurde natürlich auch – allen voran Poesie für Neandertaler, bei dem der begehrteste Job eindeutig der des Keulenschwingers war. Dong!
Ein besonderes Highlight waren die zahlreichen Pfadfinder-Versprechen aus allen Stufen. Sie haben uns einmal mehr daran erinnert, warum die Pfadfinderei für uns so viel mehr ist als ein Hobby – nämlich Gemeinschaft, Vertrauen und ein Stück Zuhause. So ging ein ereignisreiches Sommerlager zu Ende: voller guter Gespräche, unzähliger lustiger Momente, Ice-Age-Figuren, Wasserschlachten, Mähdrescher, Schnürsenkelkriege und unendlich viel Spaß. Vielen Dank für diese unvergessliche Zeit.
Bis zum nächsten Lager – Gut Pfad!